Winkel Sonneneinstrahlung
Das Friese & Röver - Glossar
Der Winkel der Sonneneinstrahlung beschreibt, in welchem Winkel Sonnenstrahlen auf eine Oberfläche treffen. Für Photovoltaik ist dieser Einfallswinkel entscheidend: Je näher er an 90 Grad (senkrecht zur Modulfläche) liegt, desto mehr Strahlungsenergie pro Quadratmeter erreicht die Zelle. Im Tages- und Jahresverlauf ändert sich der Sonnenstand kontinuierlich, sodass der Einstrahlungswinkel auf fest montierte Module ständig variiert.
Im Sommer steht die Sonne mittags hoch, im Winter flacher. Ein Modul, das zum Beispiel mit 30 Grad Neigung nach Süden zeigt, wird im Jahresmittel gut getroffen, doch im Winter liegt der Einstrahlungswinkel weiter von der Senkrechten entfernt als im Sommer. Nachführsysteme (Tracker) versuchen, diesen Effekt zu kompensieren, indem sie Module der Sonne nachführen und so den Einstrahlungswinkel optimieren – allerdings mit höheren Kosten und mechanischem Aufwand.
Auch Verschattungseffekte hängen stark vom Sonneneinstrahlungswinkel ab. Ein Kamin oder Baum wirft je nach Jahreszeit und Tageszeit unterschiedlich lange Schatten auf das Dach. Gut geplante Anlagen berücksichtigen diese Effekte und legen Modulflächen so an, dass kritische Verschattungen minimiert werden oder technische Maßnahmen (z. B. Moduloptimierer) sie abfangen. Simulationsprogramme benutzen typische Einstrahlungsdaten (Globalstrahlung, Direkt- und Diffusstrahlung) und berechnen daraus die zu erwartenden Erträge.
Tipp (Friese & Röver Photovoltaik): Lass bei der Planung deiner Anlage eine Verschattungsanalyse erstellen, die den Sonnenlauf und den Einstrahlungswinkel über das Jahr berücksichtigt. So erkennst du frühzeitig, ob Bäume, Nachbargebäude oder Aufbauten den Einstrahlungswinkel ungünstig beeinträchtigen – und kannst Layout oder Technik entsprechend anpassen.
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