Was kostet Photovoltaik
Das Friese & Röver - Glossar
Die Frage „Was kostet Photovoltaik?“ zielt auf die Gesamtinvestition für eine moderne Solarstromanlage inklusive aller wesentlichen Komponenten ab. Gemeint sind meist Aufdach-Photovoltaikanlagen auf Ein- oder Mehrfamilienhäusern. Die Gesamtkosten setzen sich aus mehreren Bausteinen zusammen: Solarmodule, Wechselrichter, Montagesystem, Verkabelung, Planung, Installation, Anmeldung sowie optional ein Batteriespeicher. Zusätzlich spielen Standort, Dachform, Strombedarf und gewünschter Eigenverbrauchsanteil eine zentrale Rolle bei der Kalkulation.
Für privat genutzte Dächer bewegt sich der typische Bereich heute grob im vier- bis fünfstelligen Euro-Segment. Häufig werden Preise pro Kilowattpeak (kWp) angegeben – also pro Einheit installierter Spitzenleistung. Je größer die Anlage, desto günstiger fällt der Preis pro kWp im Schnitt aus. Kleine Anlagen haben relativ höhere spezifische Kosten, weil Fixkosten für Planung, Gerüst, Elektriker und Anmeldung auf weniger Leistung verteilt werden. Hinzu kommen regionale Unterschiede bei Lohn- und Materialpreisen.
In einer groben Orientierung liegt der Preisrahmen einer schlüsselfertigen Photovoltaikanlage ohne Speicher üblicherweise bei einem mittleren vierstelligen Betrag für kleinere Anlagen und im unteren fünfstelligen Bereich für typische Einfamilienhaus-Anlagen mit etwa 5–10 kWp. Wer zusätzlich einen Batteriespeicher wählt, muss – je nach Kapazität und Qualität – einige tausend Euro extra einplanen. Dafür steigt der Eigenverbrauch, und der Bezug von Netzstrom sinkt deutlich.
Zur Investition gehören außerdem „versteckte“ Kosten, etwa ein eventueller Zählerschrank-Umbau, Überspannungsschutz, Dachanpassungen, Gerüststellung oder Statikgutachten. Diese Posten werden in seriösen Angeboten transparent ausgewiesen. Viele Anbieter bieten Komplettpakete an, in denen sämtliche Positionen zusammengefasst sind, inklusive der Anmeldung beim Netzbetreiber und Unterstützung bei Förderanträgen.
Die Wirtschaftlichkeit ergibt sich aus der Gegenüberstellung von Investition und den eingesparten Stromkosten über die gesamte Lebensdauer der Anlage. Moderne PV-Systeme sind meist für 20–25 Jahre oder mehr ausgelegt, während sich die Anschaffungskosten – je nach Strompreis, Förderung und Eigenverbrauch – oft nach rund 8–12 Jahren amortisieren können. Neben den reinen Kosten spielen deshalb auch Aspekte wie Unabhängigkeit von Strompreiserhöhungen und Klimaschutz eine wichtige Rolle.
Typische Kostenbausteine Photovoltaik:
- Solarmodule inkl. Montagesystem (signifikanter Anteil der Gesamtkosten).
- Wechselrichter und ggf. weitere Leistungselektronik (z. B. Optimierer).
- Verkabelung, Überspannungsschutz, Unterverteilung, Zählerplatz-Anpassung.
- Planung, Statikprüfung, Dokumentation, Netz- und Behördenanmeldungen.
- Optionale Komponenten: Batteriespeicher, Wallbox-Anbindung, Monitoring.
Tipp (Friese & Röver Photovoltaik): Holen Sie sich mindestens drei detaillierte Festpreisangebote ein, vergleichen Sie nicht nur den Gesamtpreis, sondern auch Leistungsdaten, Garantien, Serviceumfang und Referenzen – und rechnen Sie mit einem neutralen Ertrags- und Kostenrechner nach, wie schnell sich Ihre Investition bei Ihrem Stromverbrauch voraussichtlich amortisiert.
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