Photovoltaik Peine

Das Friese & Röver - Glossar

Für Peine und Umgebung sind die Rahmenbedingungen für Photovoltaik insgesamt sehr gut. Obwohl die Region nicht zu den sonnenreichsten Gegenden Deutschlands gehört, erreicht sie dennoch Erträge, mit denen sich moderne PV-Anlagen in den meisten Fällen wirtschaftlich betreiben lassen. Die wichtigsten Aspekte.

1. Solarpotenzial der Region Peine

Der Landkreis Peine liegt in der norddeutschen Tiefebene zwischen Hannover und Braunschweig. Für Photovoltaik bedeutet das:

  • durchschnittliche Globalstrahlung von etwa 1.000–1.100 kWh/m² pro Jahr
  • typische Jahreserträge von ca. 900 bis 1.050 kWh je installiertem kWp
  • Süd-, Südost- und Südwestdächer liefern die höchsten Erträge, Ost-/Westdächer sind inzwischen ebenfalls sehr wirtschaftlich.

Moderne Module erzielen auch bei diffuser Einstrahlung gute Erträge – ein Vorteil in Norddeutschland.

Ein typisches Beispiel:

Anlagengröße Jahresertrag
6 kWp ca. 5.500–6.300 kWh
10 kWp ca. 9.000–10.500 kWh
15 kWp ca. 13.500–15.500 kWh


2. Wirtschaftlichkeit einer PV-Anlage in Peine

Die Wirtschaftlichkeit hängt heute wesentlich stärker vom Eigenverbrauch als von der Einspeisevergütung ab.

Bei einem typischen Einfamilienhaus gelten derzeit folgende Faustregeln:

  • Eigenverbrauch ohne Speicher: etwa 25–40 %
  • Eigenverbrauch mit Batteriespeicher: etwa 50–80 %

Je höher der Eigenverbrauch, desto schneller amortisiert sich die Anlage.

Bei günstigen Bedingungen liegen die Amortisationszeiten häufig zwischen 9 und 14 Jahren. Da  moderne Module eine Lebensdauer von über 25 Jahren erreichen, kann von einem wirtschaftlichen Betrieb über den Gesamtlebenszyklus der Anlage ausgegangen werden.

Besonders interessant wird eine PV-Anlage bei:

  • vorhandener Wärmepumpe
  • vorhandenem Elektroauto
  • häufigem Homeoffice
  • aus anderen Gründen höherem Tagesstromverbrauch

3. Fördermöglichkeiten

Die Förderlandschaft verändert sich häufig. Aktuell (Stand 07/2026) gilt für Niedersachsen:
keine allgemeine Landesförderung für private PV-Anlagen

  • bundesweite Förderung über den KfW-Kredit 270
  • Einspeisevergütung nach dem EEG
  • 0-%-Mehrwertsteuer für begünstigte PV-Anlagen

Da sich gerade kommunale Programme häufiger ändern als Landesprogramme, lohnt sich immer ein Blick auf:

  • Förderprogramme einzelner Städte oder Gemeinden
  • örtliche Energieversorger
  • Klimaschutzprogramme des Landkreises

4. Benötige ich eine Genehmigung?

Für eine typische Dachanlage auf einem Wohnhaus ist in der Regel ist keine Baugenehmigung erforderlich. Zu beachten sind allerdings:
Anmeldung beim Netzbetreiber

  • Registrierung im Marktstammdatenregister
  • Einhaltung technischer Anschlussbedingungen
  • bei denkmalgeschützten Gebäuden ggf. Abstimmung mit der Denkmalschutzbehörde

Anders sieht es bei größeren Freiflächenanlagen aus. Die Stadt Peine hat hierzu ein Standortkonzept für Freiflächen-Photovoltaik beschlossen. Für solche Projekte sind bauplanungsrechtliche Verfahren erforderlich.

5. Persönliche Planung einer PV-Anlage

Schritt 1 – Stromverbrauch analysieren

  • Jahresverbrauch der letzten drei Jahre
  • zukünftige Verbraucher berücksichtigen:
  • Wärmepumpe
  • Wallbox
  • Klimaanlage
  • Pool
  • Homeoffice

Schritt 2 – Dach analysieren

  • Ausrichtung
  • Dachneigung
  • Verschattung
  • verfügbare Dachfläche
  • Alter des Dachs
  • Tragfähigkeit des Dachs

Schritt 3 – Anlagengröße festlegen

Heute wird meist empfohlen, die Dachfläche möglichst gut auszunutzen, statt die Anlage nur auf den aktuellen Stromverbrauch auszulegen. Gründe:

  • Module sind vergleichsweise günstig.
  • Der Strombedarf steigt häufig (E-Auto, Wärmepumpe).
  • Größere Anlagen verursachen nur geringe Mehrkosten pro zusätzlichem kWp.

Schritt 4 – Speicher sinnvoll dimensionieren

Ein Batteriespeicher sollte zum Verbrauch passen. Zu große Speicher rechnen sich häufig schlechter als ein etwas kleiner dimensionierter Speicher, wobei natürlich immer eventuelle zukünftige Entwicklungen wie z.B. der Umstieg auf eine Wärmepumpe oder die Anschaffung eines Elektroautos mit einfließen sollten.

Schritt 5 – Angebot(e) einholen

Wichtig ist die Vergleichbarkeit hinsichtlich:

  • Modulhersteller
  • Wechselrichter
  • Speicher
  • Garantien
  • Ertragsprognose
  • Wirtschaftlichkeitsberechnung
  • Service im Störungsfall

Ihr Angebot von Friese & Röver

Wie in Punkt 4 bereits ausgeführt, werden PV-Anlagen zunehmend zusammen mit

  • Batteriespeichern,
  • Wärmepumpen und
  • Wallboxen

als Gesamtsystem geplant. Wer in den nächsten Jahren ohnehin eine Heizungsmodernisierung oder den Umstieg auf ein Elektroauto plant, sollte diese Themen möglichst gemeinsam betrachten.

 

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