Landwirtschaft

Photovoltaik in der Landwirtschaft

Photovoltaik in der Landwirtschaft ist wieder auf der Tagesordnung. Gut so. Jahrelang wurden die Dächer auf Scheunen und Ställen möglichst flächendeckend mit PV-Modulen belegt und der so produzierte Strom in die öffentlichen Netze eingespeist – heute dagegen gerät der Eigenverbrauch des Solarstroms zunehmend in den Mittelpunkt des Interesses.

Denn irgendwie kommt es immer mehr Landwirten und -wirtinnen in den Sinn, dass es zwar sehr angenehm ist, wenn die vorhandenen Volleinspeiseanlagen zuverlässig ihr Geld verdienen (was mit Einspeisetarifen von teils deutlich über 30 ct/kWh sehr attraktiv ist, da die aktuellen Preise für Strom vom Energieversorger meist deutlich darunter liegen).

Aber der Strom für Wohnhaus und Betrieb wird immer noch extern eingekauft, obwohl freie Dachflächen auf Haus und Betriebsgebäuden vorhanden sind – und Stromausfälle im ländlichen Raum nicht mehr unbekannt sind.

Kartoffeln nicht nur verkaufen, sondern auch selbst essen

Ein guter Zeitpunkt also, den Strom für den eigenen Bedarf auch selbst zu produzieren und in eine PV-Anlage zur Eigenversorgung zu investieren – oder kaufen Sie die Kartoffeln für den täglichen Bedarf im Supermarkt, weil Sie Ihre komplette Ernte anderweitig verkaufen?

Für Ihre PV-Anlage zur Deckung des Eigenbedarfs an Strom gilt: je größer die Anlage, desto niedriger der spezifische Preis. Sinnvoll ist deshalb eine Anlagengröße von 10 kWp – hier wird noch keine anteilige EEG-Umlage fällig, die Wirtschaftlichkeit ist hoch und später neu hinzukommende Verbraucher (d.h. Geräte und Maschinen) können ebenfalls bedient werden.

Erste Hilfe bei Stromausfall

Photovoltaik in der Landwirtschaft

Um einen relevanten Teil des Strombedarfs aus eigener Produktion decken zu können, ist ein Stromspeicher notwendig. Mittlerweile stehen eine Vielzahl von Speichern auf Lithium-Ionen-Basis zur Verfügung.

Es gibt sie in Größen von 2 bis 20 kWh – damit kann der Strombedarf nachts im Sommer und in der Übergangszeit meist gedeckt werden. Gegen Stromausfälle hilft ein Backup-System, das bei Stromausfall auf den Speicher umstellen und die wichtigen Verbraucher wie Heizung, Kühlung, Telefon- und Datentechnik weiter versorgen kann.

Zur Vermeidung von Datenverlust sollten allerdings Server weiterhin über eine USV (unterbrechungsfreie Stromversorgung) angeschlossen werden, da die Umschaltzeit der Backup-Systeme im Sekunden- bis Minutenbereich liegt.

Ist zusätzlich ein Elektroauto zu beladen, kann der PV-Generator auch mit ein paar Kilowatt mehr ausgestattet werden. Eine Steigerung der Speicherkapazität ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Fahrzeug hauptsächlich nach Sonnenuntergang geladen wird.

Einsteigen in die Zukunft

Ermitteln Sie doch einmal Ihren jährlichen Stromverbrauch und denken Sie über die Notwendigkeit einer Versorgung bei Stromausfall nach! Wir sind sicher, dass Sie im zweiten Schritt dann auch automatisch über eine neue Photovoltaik-Anlage nachdenken werden. Gern begleiten wir diesen Prozess aber auch von Anfang an – und entwickeln zusammen mit Ihnen die auf Ihren Bedarf zugeschnittene Lösung.